Da dies unsere erste FLINTA* Tour ist, seht ihr in den Bildern auch Nicht-FLINTA* Personen. Diese Bilder dienen dazu euch einen Eindruck über die Tour zu verschaffen.
UNSERE WANDERUNG FÜR ERFAHRENE FLINTA* PERSONEN
Mit dieser Tour möchten wir ganz bewusst einen FLINTA*-only Raum schaffen. Eine Gruppe, in der Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen gemeinsam unterwegs sein können und unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven selbstverständlich ihren Platz haben.
Der Stubaier Höhenweg
6.000 Höhenmeter, 100 Kilometer, 7 Hütten –und das alles in einem Tal: Der Stubaier Höhenweg ist einer der schönsten Höhenwanderwege der Alpen, der auf sieben Etappen durch die Stubaier Alpen führt. Der Weg führt uns fast ausnahmslos durch alpines und hochalpines Gelände auf einer Höhe zwischen 2000 und 3000 m und ist teilweise mit Drahtseilen und Stahlbügeln versichert, ohne jedoch Gletscher zu berühren. In keiner anderen Gebirgsgruppe im langen Alpenbogen zwischen Nizza und dem Wienerwald findet man eine derart große Vielfalt an gebirgsbildenden Gesteinsarten wie in den Stubaier Alpen. Bizarre Kalkburgen, elegante Firngipfel und vor allem die überall, wie glitzernde Edelsteine in die Bergwelt eingelagerten Seeaugen bieten ein einmaliges Bergerlebnis. Ergänzt wird die Vielfalt der Landschaftsformen durch den ewigen Schnee - den Fernern, wie die Gletscher im Stubai genannt werden.
Das Besondere an dieser Tour ist, dass an jeder Hütte abgestiegen werden kann. Somit ist der Stubaier Höhenweg eine ideale Tour für alle, die eine Herausforderung zwischen Alpenüberquerung und Berliner Höhenweg oder Glocknerrunde suchen. Alpine Vorerfahrung ist aber eine absolute Voraussetzung.
Während des Stubaier Höhenwegs übernachten wir auf Berghütten in Matratzenlagern und verpflegen uns tagsüber selbst.
Anforderungen (s. auch weiter unten "Voraussetzungen"):
Kondition: 2 (kurzzeitig 3) von 4
Technik: 3 von 4
Herausforderung: 3 von 4
Wir kategorisieren unsere Touren in vier Stufen:
- Anfänger*in (erste Tour dieser Art)
- Geübte*r Wanderer*in (schon mal eine vergleichbare Tour begangen)
- Fortgeschrittene*r (bereits mehrere Touren dieser Art begangen)
- Expert*in (vielen Touren dieser Art begangen).
Diese Tour ist für Fortgeschrittene geeignet. Bei Rückfragen oder Unsicherheiten kannst du uns gerne kontaktieren.
Natürlich kannst du auch als Expert*in an der Tour teilnehmen.
Termine, Preise und Buchung
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Warum eine FLINTA* Tour?
Berge und Outdoor-Aktivitäten sollen für alle Menschen ein Ort sein, an dem sie sich ausprobieren, Herausforderungen annehmen und sich frei bewegen können. Das erleben jedoch nicht alle Menschen gleichermaßen. Geschlechtliche Zuschreibungen, Rollenbilder oder Erfahrungen mit Diskriminierung können beeinflussen, wie sicher und selbstverständlich sich Menschen in Outdoor-Räumen fühlen.
Dabei geht es uns nicht darum, andere auszuschließen. Vielmehr möchten wir einen Rahmen schaffen, in dem sich die Teilnehmenden gegenseitig stärken, Verantwortung übernehmen und sich ausprobieren können – unabhängig davon, welche Erfahrungen sie bisher in den Bergen oder in anderen Outdoor-Räumen gemacht haben.
Gerade in der Erlebnispädagogik finden wir es spannend, Räume zu schaffen, in denen Menschen neue Rollen ausprobieren können: Wer übernimmt die Orientierung? Wer trifft eine Entscheidung, wenn es schwierig wird? Wer traut sich etwas zu, das vorher vielleicht außerhalb der eigenen Komfortzone lag? Gemeinsam wollen wir diese Fragen nicht nur besprechen, sondern unterwegs erleben.
Die Tour soll ein Raum für Abenteuer, Selbstwirksamkeit, Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung sein – und natürlich für jede Menge Bergmomente.
FLINTA* steht für Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen.
Unsere Haltung bei Aventerra e.V.
Gemeinsam erleben
Jede Person startet mit eigenen Erwartungen, Erfahrungen und persönlichen Zielen in unsere Freizeiten und Reisen. Während der gemeinsamen Zeit entsteht daraus eine Gemeinschaft auf Zeit: Wir lernen einander kennen, teilen besondere Momente und unterstützen uns bei den Herausforderungen, die uns begegnen.
Ob wir gemeinsam unterwegs sind, neue Orte erkunden oder unsere Zeit an einem festen Standort verbringen – wir gestalten unsere Freizeiten und Reisen so, dass alle die Möglichkeit haben, sich einzubringen und die gemeinsame Zeit bewusst zu erleben. Dabei stehen weder Schnelligkeit noch Leistung im Vordergrund. Uns geht es darum, Neues auszuprobieren, die Umgebung wahrzunehmen, eigene Möglichkeiten zu entdecken und gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen.
Bei Freizeiten und Reisen mit Tourencharakter ist uns besonders wichtig, dass wir gemeinsam starten und gemeinsam ankommen. Wir richten unser Tempo so aus, dass alle sicher teilnehmen und die Erlebnisse bewusst wahrnehmen können. Unsere Touren sind keine Sportveranstaltungen.
Wir bemühen uns, die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Teilnehmenden im Blick zu behalten. Nicht immer wird sich jeder Wunsch gleichermaßen erfüllen lassen. Umso wichtiger ist es, miteinander im Gespräch zu bleiben und Lösungen zu finden, die sowohl der einzelnen Person als auch dem gemeinsamen Erlebnis gerecht werden.
Gemeinschaft erleben
Wer an unseren Freizeiten und Reisen teilnimmt, begegnet Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Interessen und Perspektiven. Gerade daraus können wertvolle Gespräche, neue Verbindungen und unerwartete gemeinsame Erlebnisse entstehen. Jede Person darf sich mit ihren Fähigkeiten, Ideen und ihrer Persönlichkeit einbringen – und zugleich die Erfahrung machen, Unterstützung anzunehmen.
Gemeinschaft entsteht bei gemeinsamen Aktivitäten und Unternehmungen ebenso wie in den vielen kleinen Momenten des Alltags: bei Gesprächen, beim Essen, beim gemeinsamen Vorbereiten oder beim Ausruhen nach einem erlebnisreichen Tag. Wir nehmen uns immer wieder Zeit, innezuhalten und auf unser Miteinander zu schauen: Was brauche ich, um mich wohl und sicher zu fühlen? Was hilft uns, Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen? Was kann ich selbst zu einer guten Atmosphäre beitragen?
So kann eine Gemeinschaft entstehen, in der sich Menschen gesehen und angenommen fühlen. Vielleicht bleiben daraus Erinnerungen, neue Sichtweisen oder sogar Kontakte, die über die gemeinsame Zeit hinausreichen.
Sich selbst entwickeln
Neue Erfahrungen zu machen eröffnet Perspektiven – auf die Welt, auf andere Menschen und auf sich selbst. Ungewohnte Situationen und gemeinsame Aktivitäten laden dazu ein, eigene Stärken zu entdecken, Neues auszuprobieren und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.
Dabei geht es nicht darum, persönliche Grenzen um jeden Preis zu überwinden. Ebenso wertvoll ist es, die eigenen Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen, sie auszudrücken und einen guten Umgang mit ihnen zu finden. Entwicklung kann bedeuten, mutig einen neuen Schritt zu wagen, sich auf etwas Unbekanntes einzulassen oder Verantwortung zu übernehmen. Sie kann aber auch darin liegen, sich Unterstützung zu holen, eine Pause einzulegen oder eine Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Wir wünschen uns, dass jede Person etwas Eigenes aus der gemeinsamen Zeit mitnimmt: eine besondere Erfahrung, mehr Zutrauen in sich selbst, eine neue Begegnung oder einen Gedanken, der auch im Alltag weiterwirkt.
Verantwortung übernehmen
Eine gelingende Freizeit oder Reise lebt davon, dass sich alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten beteiligen. Deshalb übernimmt jede Person Verantwortung für das eigene Handeln und zugleich einen angemessenen Anteil am gemeinsamen Erleben. Das kann bedeuten, bei der Planung einer Aktivität mitzuwirken, eine Aufgabe für die Gruppe zu übernehmen, bei alltäglichen Abläufen zu helfen oder andere zu unterstützen.
Je nach Art der Freizeit gehört dazu auch ein achtsamer Umgang mit Tieren, der Natur, den gemeinsam genutzten Räumen und den bereitgestellten Materialien. Die konkreten Aufgaben und Verantwortlichkeiten richten sich nach dem Alter der Teilnehmenden, ihren Fähigkeiten und den jeweiligen Gegebenheiten.
Zur Verantwortung gehört auch, auf sich selbst zu achten, eigene Bedürfnisse rechtzeitig mitzuteilen und persönliche Grenzen ernst zu nehmen. Gleichzeitig braucht Gemeinschaft die Bereitschaft, einander zuzuhören, unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen und manchmal einen Kompromiss zu finden.
So wird jede Person zu einem wichtigen Teil der gemeinsamen Zeit: Das eigene Verhalten beeinflusst nicht nur das persönliche Erleben, sondern auch die Atmosphäre und die Möglichkeiten der Menschen, mit denen wir unsere Freizeit verbringen.
Wir nehmen Rücksicht
Während unserer Freizeiten und Reisen erleben wir besondere Orte, unterschiedliche Lebensräume und die Menschen, die dort leben und arbeiten. Je nach Angebot begegnen wir auch Tieren, die unsere Aufmerksamkeit und einen respektvollen Umgang brauchen. Wer achtsam mit seiner Umgebung umgeht, trägt dazu bei, Natur und Lebensräume zu schützen und die gemeinsame Zeit für alle Beteiligten angenehm zu gestalten.
Unser Handeln orientiert sich an den sieben Prinzipien von Leave No Trace: Wir planen vorausschauend, nutzen möglichst befestigte Wege, entsorgen Abfälle verantwortungsvoll, lassen Natur- und Kulturgegenstände an ihrem Platz, gehen achtsam mit Feuer um, respektieren Wildtiere und nehmen Rücksicht auf andere Menschen.
Auch kleine Entscheidungen machen dabei einen Unterschied. Gemeinsam tragen wir dazu bei, Natur und Lebensräume zu bewahren, Begegnungen respektvoll zu gestalten und die von uns besuchten Orte auch für kommende Gäste und Generationen zu erhalten.
Miteinander auf den Berghütten
Die Übernachtungen auf den Berghütten sind ein besonderer Teil unserer Touren. Nach einem erlebnisreichen Tag bieten sie Schutz, Verpflegung, Begegnung und einen Ort, an dem wir zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen können. Ihre oftmals einfache Ausstattung und das gemeinschaftliche Leben auf begrenztem Raum gehören zum ursprünglichen Charakter des Unterwegsseins in den Bergen.
Gleichzeitig stehen viele Hütten vor besonderen Herausforderungen. Je nach Lage müssen Lebensmittel und andere Güter aufwendig transportiert werden. Wasser, Energie und Platz sind begrenzt, Abfälle und Abwasser müssen verantwortungsvoll behandelt werden und die Arbeit der Hüttenteams findet häufig unter anspruchsvollen Bedingungen statt. Steigende Besucher*innenzahlen und unterschiedliche Erwartungen der Gäste erhöhen die Anforderungen zusätzlich.
Unser Verhalten hat deshalb eine unmittelbare Wirkung. Wenn wir sorgsam mit Wasser und Energie umgehen, Abfall vermeiden, die Abläufe auf der Hütte respektieren und den Anweisungen des Hüttenteams folgen, helfen wir dabei, die vorhandenen Ressourcen zu schonen und den Hüttenbetrieb zu erleichtern. Wenn wir Ruhe- und Schlafzeiten einhalten und Rücksicht auf andere Gäste nehmen, tragen wir dazu bei, dass alle nach einem anstrengenden Tag Erholung finden.
Davon profitieren auch wir selbst: Eine rücksichtsvolle Atmosphäre ermöglicht uns, zur Ruhe zu kommen, Gemeinschaft zu erleben und die besondere Einfachheit des Hüttenlebens bewusst wahrzunehmen. Zugleich leisten wir einen konkreten Beitrag dazu, dass Berghütten als Schutz- und Begegnungsorte erhalten bleiben.
Die Einhaltung der jeweils geltenden Regeln der Unterkunft ist Voraussetzung für die Teilnahme an unseren Freizeiten und Reisen. Wir verstehen diese Regeln nicht als bloße Einschränkung. Sie schaffen einen verlässlichen Rahmen für das Zusammenleben auf engem Raum, unterstützen die Arbeit der Hüttenteams und helfen dabei, die begrenzten Ressourcen vor Ort verantwortungsvoll zu nutzen. Auf diese Weise tragen wir gemeinsam dazu bei, dass Berghütten auch in Zukunft zugänglich bleiben und ihren besonderen Charakter bewahren können.
Tagesetappen
Gehzeiten: ungefähre Angaben - je nach Fitness und Wetter können die Gehzeiten auch variieren. Die Gehzeiten auf der Tour sind ohne Pausen angegeben.
- Tag 1: Treffpunkt in Neustift - Aufstieg zur Starkenburger Hütte
(Gehzeit ca. 4 Std.: 5,5 km - 1200 Höhenmeter Aufstieg) - Tag 2: Wanderung von der Starkenberger Hütte zur Franz-Senn-Hütte
(Gehzeit ca. 7 Std.; 15 km, 600 Höhenmeter Aufstieg - 700 Höhenmeter Abstieg) - Tag 3: Wanderung von der Franz-Senn-Hütte zur Neuen Regensburger Hütte
(Gehzeit ca. 4 Std.: 9 km, 600 Höhenmeter Aufstieg - 460 Höhenmeter Abstieg) - Tag 4: Wanderung von der Neuen Regensburger Hütte zur Dresdner Hütte
(Gehzeit ca. 7 Std.: 13 km, 1080 Höhenmeter Aufstieg - 1060 Höhenmeter Abstieg) - Tag 5: Wanderung von der Dresdner Hütte zur Nürnberger Hütte
(Gehzeit ca. 6 Std.: 11 km, 1000 Höhenmeter Aufstieg - 940 Höhenmeter Abstieg) - Tag 6: Wanderung von der Nürnberger Hütte zur Bremer Hütte
(Gehzeit ca. 4 Std.: 6 km, 650 Höhenmeter Aufstieg - 400 Höhenmeter Abstieg) - Tag 7: Wanderung von der Bremer Hütte zur Innsbrucker Hütte
(Gehzeit ca. 6 Std.: 10,5 km, 850 Höhenmeter Aufstieg - 900 Höhenmeter Abstieg) - Tag 8: Wanderung von der Innsbrucker Hütte zur Karalm und Shuttle nach Neustift
(Gehzeit ca.1Std.: 4 km, 600 Höhenmeter Abstieg)
Voraussetzungen
Kondition:
K2: 801–1200 Hm, bis 7 Std Gesamtgehzeit: Ausdauer für 4- bis 5-stündige Aufstiege mit bis zu 1200 Hm sowie damit verbundene lange Abstiege
K3: 1201–1600 Hm, bis 10 Std Gesamtgehzeit: Ausdauer für 5- bis 7-stündige Aufstiege mit bis zu 1600 Hm sowie damit verbundene sehr lange Abstiege
Technik:
T3: Mittelschwerer Bergweg: Weg am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar. Ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell braucht man die Hände fürs Gleichgewicht. Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen. Gute Trittsicherheit. Elementare alpine Erfahrung. Geeignetes Schuhwerk sind Schuhe der Kategorie B/C.
Herausforderung:
H3: Täglich wechselnde Unterkünfte. Mehr als 7 Tage Wandertage am Stück unterwegs. Kein Pausentag eingeplant. Es wird ein Tourenrucksack mit ca. 35 – 40l benötigt, in welchem die gesamte Kleidung und Ausrüstung untergebracht werden müssen. Zusätzlich muss die Marschverpflegung mit eingepackt werden. Ein Abbruch / Abstieg der Tour ist relativ einfach möglich.
Grundsätzlich:
Der Routenverlauf birgt für die Teilnehmenden objektive Gefahren, welche hauptsächlich durch natürliche Faktoren, wie z. B. Wetter, Wind, Gewitter, Blitzschlag, Nebel, Temperatur, Schneefall beeinflusst werden. Einige Stellen können Steinschlag - und absturzgefährdet sein. Ungünstige objektive Bedingungen, sowie subjektive Gefahren, wie z.B. mangelnde Erfahrung (Selbstüberschätzung, Leichtsinn, Unkenntnis), Ausrüstungsmängel, mangelnde Vorbereitung, können zu einer Erhöhung des Gefahrenpotentials führen und eine Änderung der Routenführung, oder den Abbruch der Tour notwendig machen.
An- & Abreise
Treffpunkt Start: In Neustift Ortsmitte um 12:30 Uhr
Treffpunkt Ende: In Neustift Ortsmitte gegen 12:30 Uhr
Ausrüstung/ Packliste
- Rucksack
- ca. 35 bis maximal 40 Liter fassend - nicht schwerer als 10 kg + Regenhülle
- Bitte beachtet, dass ihr genügend Platz für mind. 2 Liter Wasser und circa 500 Gramm Marschverpflegung einplant.
- Bergschuhe
- Knöchelhohe, feste Bergschuhe der Kategorie B oder C
- Mikrowellentauglicher Hüttenschlafsack
- Auf den Hütten bekommt ihr zusätzlich ein Kissen und warme Decken
- Hüttenschuhe oder dicke Socken
- Lange Trekkinghose
- Möglichst mit Zipper um sie auch als kurze Hose zu verwenden
- Funktionssocken, Funktionswäsche, Shirts
- Fleecejacke oder Windstopperjacke
- Regenschutz + Hose (essenziell wichtig)
- Handschuhe und Mütze als Kälteschutz (auch im Sommer, bitte einpacken)
- Trinkflasche (mind. 2 Liter)
- Kleines Messer und Göffel für Marschverpflegung
- Ausweis und Krankenversicherungskarte (oder Versicherungsnachweis)
- DAV Mitgliedsausweis (wenn vorhanden)
- Waschzeug und kleines Trekkinghandtuch
- Hand-/Reisewaschmittel, um Kleidung unterwegs zu waschen
- Taschen- oder Stirnlampe
- Sonnenschutz (Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme)
- Ohropax
- Optional: Wanderstöcke, wenn Umgang geübt
- Persönliche Reiseapotheke
- Persönliche Notfallmedikamente
- Persönliche Salben, Sprays und Cremes
- Kleines Erste Hilfe-Set (Pflaster, 1 Kompresse, 1 Mullbinde, Dreieckstuch, Rettungsdecke)
- Taschengeld
- Für warmes Duschen auf den Hütten, Getränke bei Abendessen, Eis o.ä.
Unterkunft
Wir übernachten in Berghütten. Auf den Hütten schlafen wir in Matratzenlagern. Daher können wir eine Aufteilung nach Geschlechtern nicht garantieren.
Miteinander auf den Berghütten
Die Übernachtungen auf den Berghütten sind ein besonderer Teil unserer Freizeiten. Nach einem erlebnisreichen Tag bieten sie Schutz, Verpflegung, Begegnung und einen Ort, an dem wir zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen können. Ihre oftmals einfache Ausstattung und das gemeinschaftliche Leben auf begrenztem Raum gehören zum ursprünglichen Charakter des Unterwegsseins in den Bergen.
Gleichzeitig stehen viele Hütten vor besonderen Herausforderungen. Je nach Lage müssen Lebensmittel und andere Güter aufwendig transportiert werden. Wasser, Energie und Platz sind begrenzt, Abfälle und Abwasser müssen verantwortungsvoll behandelt werden und die Arbeit der Hüttenteams findet häufig unter anspruchsvollen Bedingungen statt. Steigende Besucherzahlen und unterschiedliche Erwartungen der Gäste erhöhen die Anforderungen zusätzlich.
Unser Verhalten hat deshalb eine unmittelbare Wirkung. Wenn wir sorgsam mit Wasser und Energie umgehen, Abfall vermeiden, die Abläufe auf der Hütte respektieren und den Anweisungen des Hüttenteams folgen, helfen wir dabei, die vorhandenen Ressourcen zu schonen und den Hüttenbetrieb zu erleichtern. Wenn wir Ruhe- und Schlafzeiten einhalten und Rücksicht auf andere Gäste nehmen, tragen wir dazu bei, dass alle nach einem anstrengenden Tag Erholung finden.
Davon profitieren auch wir selbst: Eine rücksichtsvolle Atmosphäre ermöglicht uns, zur Ruhe zu kommen, Gemeinschaft zu erleben und die besondere Einfachheit des Hüttenlebens bewusst wahrzunehmen. Zugleich leisten wir einen konkreten Beitrag dazu, dass Berghütten als Schutz- und Begegnungsorte erhalten bleiben.
Die Einhaltung der jeweils geltenden Regeln der Unterkunft ist Voraussetzung für die Teilnahme an unseren Freizeiten und Reisen. Wir verstehen diese Regeln nicht als bloße Einschränkung. Sie schaffen einen verlässlichen Rahmen für das Zusammenleben auf engem Raum, unterstützen die Arbeit der Hüttenteams und helfen dabei, die begrenzten Ressourcen vor Ort verantwortungsvoll zu nutzen. Auf diese Weise tragen wir gemeinsam dazu bei, dass Berghütten auch in Zukunft zugänglich bleiben und ihren besonderen Charakter bewahren können.
Verpflegung
Auf den Hütten werden wir bestens verpflegt (Frühstück + Abendessen ohne Getränke). Die Marschverpflegung für unterwegs bringt jede*r selbst mit bzw. wird unterwegs nachgekauft. Bitte plant für die Marschverpflegung und die Getränke auf den Hütten noch ein Taschengeld von ca. 12-15€/Tag ein (Hinweis: Viele Hütten akzeptieren keine Kartenzahlung).
Online Vortreffen
Vor der Reise bieten wir einen Onlinetermin an, bei dem sich das Team vorstellt, sich die Teilnehmenden kennenlernen, offene Fragen geklärt und Mitfahrgelegenheiten organisiert werden können.
Den Teilnahmelink versenden wir einige Wochen vor dem Termin.
Der Termin wird bis Dezember hier veröffentlicht.
Sicherheit
Unsere Trainer*innen haben die Verantwortung, dass du nicht zu Schaden kommst oder Dritte schädigst.
Die Trainer*innen übernehmen folgende Aufgaben, um dies zu gewährleisten:
- Sie weisen dich auf die Gefahrenquellen hin.
- Sie überwachen, dass du Gefahren vermeidest und die Regeln einhältst.
- Sie greifen bei Regelverstößen und Gefahrensituationen ein.
Darüber hinaus gilt für all unsere Aktivitäten unabhängig eures Alters:
- Keine Teilnahme unter Alkohol- oder Drogeneinfluss – jeder Verdacht führt zum sofortigen Ausschluss
- Keine Waffen und keine Gewalt
Alkoholkonsum bei Ü18 Touren
Unsere Ü18-Touren richten sich an erwachsene Teilnehmer*innen. Wir können daher nicht vorschreiben, ob und in welchem Umfang Alkohol konsumiert wird. Dennoch möchten wir Euch ausdrücklich dazu einladen, während der Reise auf Alkohol zu verzichten und appellieren an die Eigenverantwortung aller Teilnehmenden.
Gerade auf unseren Touren stehen gemeinsame Aktivitäten, Bewegung und das sichere Erleben der Reise im Mittelpunkt. Alkoholkonsum kann die körperliche Leistungsfähigkeit, das Reaktionsvermögen und die Wahrnehmung beeinträchtigen. Zudem kann Alkohol die Regeneration und Schlafqualität beeinflussen. Eine gute Regeneration ist insbesondere bei Berg- und Trekkingtouren wichtig, da die körperliche Belastung an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen hoch sein kann.
Unabhängig vom individuellen Konsum gilt: Die begleitenden Trainer*innen tragen während der Reise Verantwortung für die Gruppe und müssen im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht einschätzen, ob ihr in der Lage sind, an den vorgesehenen Aktivitäten teilzunehmen bzw. die Reise sicher fortzuführen. Sollte der Eindruck entstehen, dass eine Person aufgrund von Alkoholkonsum oder aus anderen Gründen nicht ausreichend dazu in der Lage ist, können die Trainer*innen entsprechende Maßnahmen treffen und die weitere Teilnahme von einer sicheren Teilnahmefähigkeit abhängig machen.
Wir wünschen uns daher einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol und bitten alle Teilnehmenden, die Auswirkungen des eigenen Konsums auf sich selbst und die Gruppe zu berücksichtigen.
Handynutzung
Wir verstehen, wie wichtig der Kontakt zu Freund*innen und Familie ist, die nicht an der Reise teilnehmen. Jedoch möchten wir, dass du dich während der Reise voll und ganz auf das Erlebnis und die Gruppe konzentrieren kannst. Wir bekommen oft das Feedback, dass es unseren Teilnehmenden sehr gutgetan hat, dass das Handy mal keine große Rolle gespielt hat.
Vor allem im alpinen Raum möchten wir eure Sicherheit und die der Gruppe gewährleisten. Entsprechend wollen wir die potentiellen Ablenkungen minimieren, um Unfälle zu vermeiden. In den Bergen solltest du dich vollkommen auf die Strecke und die Schönheit der Natur konzentrieren können.
Daher bitten wir dich, dein Handy und andere Kommunikationsgeräte während der Reise zu Hause zu lassen. Solltest du das Handy für die An- und Abreise benötigen, sollte es auf der Reise selber dann aber ausgeschaltet und im Rucksack verstaut werden.
Natürlich werden unserer Trainer*innen Fotos von der Tour machen, die wir dir im Nachgang zur Verfügung stellen.
Die Kommunikation während der Reise geschieht über die Ansprechpersonen im Büro, sodass sich die Trainer*innen auf die Durchführung der Reise konzentrieren können.
Mindestteilnehmendenanzahl
Die Durchführung dieses Angebots erfolgt vorbehaltlich des Erreichens einer Mindestteilnehmendenzahl von 8 Personen bis spätestens vier Wochen vor Reisebeginn; nähere Details hierzu finden Sie in unseren AGBs. Für Auskünfte zum aktuellen Stand der Anmeldungen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Versicherungsschutz
Wir empfehlen jedem/jeder Teilnehmenden einen entsprechenden Versicherungsschutz. Dieser sollte jede Möglichkeit eines Reiserücktritts beinhalten und den aktuellen Bedingungen angepasst sein. Des Weiteren empfehlen wir eine Reiseabbruchversicherung, denn es kann bei jeder Unternehmung vorkommen, dass aus persönlichen Gründen die Reise nicht fortgesetzt werden kann.
Bei der Buchung könnt Ihr direkt eine Versicherung bei unserem Partner Hanse Merkur abschließen. Personen ab 26 Jahre kontaktieren uns bitte separat für den Abschluss einer Versicherung.
Mehr Informationen zu deinem passenden Versicherungsschutz findest du hier.
Ebenso empfehlen wir bei Freizeiten im alpinen Raum ausdrücklich die Mitgliedschaft im Deutschen Alpenverein, unter anderem wegen des erweiterten Versicherungsschutzes bei Bergsportarten. Mehr Informationen zu den Leistungen des Deutschen Alpenvereins findet ihr hier.