FERNWANDERN UND PILGERN VON ROTHENBURG BIS TÜBINGEN
Acht Tage unterwegs. 200 Kilometer Weg. Eine Gemeinschaft, die zusammenwächst.
Du bist gerne draußen unterwegs, liebst längere Wanderungen und hast Lust auf eine besondere Herausforderung? Dann komm mit uns auf den Jakobsweg!
In acht Tagen legen wir gemeinsam rund 200 Kilometer zurück. Von Rothenburg ob der Tauber führt uns unser Weg bis nach Tübingen. Dabei tragen wir alles, was wir für die Reise brauchen, selbst auf dem Rücken und erreichen jeden Abend einen neuen Etappenort.
Diese Tour ist mehr als eine lange Wanderung. Sie ist eine Reise, auf der du deine eigenen Grenzen kennenlernen, neue Menschen treffen und erleben kannst, was es bedeutet, mehrere Tage als Gemeinschaft unterwegs zu sein.
Jeden Morgen brechen wir gemeinsam auf. Wir wandern durch Wälder und Felder, kleine Ortschaften und historische Städte, genießen die Natur und lassen den Alltag Schritt für Schritt hinter uns. Mal wird viel erzählt und gelacht, mal gehen wir eine Weile schweigend nebeneinander. Es bleibt Zeit für Gespräche, neue Gedanken und das bewusste Erleben des Weges.
UNTERWEGS AUF DEM JAKOBSWEG
Unsere Route beginnt in Rothenburg ob der Tauber und führt uns über Schrozberg, Langenburg und Schwäbisch Hall weiter in Richtung Neckar. Durch den Schwäbisch-Fränkischen Wald und das Neckarland wandern wir schließlich bis nach Tübingen.
Dabei verändert sich die Landschaft immer wieder: Wir starten in der mittelalterlichen Kulisse Rothenburgs, durchqueren die offene Hohenloher Landschaft, folgen den Flusstälern von Jagst und Kocher und erleben die waldreichen Höhenzüge des Schwäbisch-Fränkischen Waldes. Später begleiten uns Weinberge, Streuobstwiesen und kleine Dörfer auf unserem Weg Richtung Tübingen.
Pilgern verstehen wir dabei ganz offen und unabhängig von einer bestimmten Religion oder Konfession. Du musst weder religiös sein noch bereits Pilgererfahrung mitbringen. Im Mittelpunkt stehen das Unterwegssein, das bewusste Wahrnehmen und die Begegnungen mit anderen und mit dir selbst.
Kleine gemeinsame Impulse am Morgen oder Abend geben unseren Tagen einen Rahmen. Vielleicht beschäftigen wir uns mit einer Frage, gehen eine Zeit lang schweigend oder tauschen uns über unsere Erlebnisse aus. Dabei bleibt genügend Raum für das, was unterwegs ganz von selbst entsteht.
GEMEINSAM UNTERWEGS – ALS WANDERGRUPPE WACHSEN
Das Besondere an unserer Tour ist nicht nur die Strecke, sondern vor allem die Gemeinschaft. Gemeinsam mit zwei Guides sind wir als kleine Gruppe unterwegs. Dabei bist du nicht einfach Teil einer geführten Wandergruppe, sondern gestaltest die Reise aktiv mit.
Wir unterstützen uns gegenseitig, übernehmen Verantwortung füreinander und organisieren unseren gemeinsamen Alltag. Abends kochen wir je nach Unterkunft zusammen oder lassen uns dort verpflegen. Auch die Gestaltung unserer gemeinsamen Abende entsteht aus der Gruppe heraus.
Kleine Aufgaben und gemeinsames Gruppengepäck gehören ebenfalls dazu. So werden beispielsweise Karte, Kompass, Planzeiger oder Erste-Hilfe-Material aufgeteilt und gemeinsam getragen.
Du erlebst, wie aus einzelnen Wandernden eine Gemeinschaft wird, in der jede und jeder seinen Teil beiträgt. Dabei geht es nicht darum, alles perfekt zu machen, sondern miteinander Lösungen zu finden, Rücksicht zu nehmen und gemeinsam ans Ziel zu kommen.
Herausforderung statt Spaziergang
Acht Tage wandern, rund 200 Kilometer zurücklegen und das eigene Gepäck tragen – diese Reise ist durchaus eine sportliche Herausforderung.
Du musst dafür kein Fernwanderprofi sein, solltest aber bereits Wandererfahrung, eine gute Grundkondition und Freude an längeren Tagesetappen mitbringen. Die meisten Etappen liegen zwischen etwa 18 und 30 Kilometern.
Technisch ist der Jakobsweg überwiegend gut zu bewältigen. Die Herausforderung liegt vor allem in der Länge der Tour und darin, mehrere Tage hintereinander unterwegs zu sein. Zwischen Schwäbisch Hall und Murrhardt erwarten dich zudem einige anspruchsvollere Auf- und Abstiege.
Damit du die Wanderung gut bewältigen kannst, ist ein möglichst leichter Rucksack wichtig. Wir planen mit etwa 7 bis 8 Kilogramm persönlichem Gepäck. Eine ausführliche Packliste findest du unter "Alle Infos im Überblick" und in deinem Kund*innencenter nach der Buchung.
Anforderungen (s. auch weiter unten "Voraussetzungen"):
Kondition: 2 - 3 von 4
Technik: 1 von 4
Herausforderung: 3 von 4
Wir kategorisieren unsere Touren in vier Stufen:
- Anfänger*in (erste Tour dieser Art)
- Geübte*r Wanderer*in (schon mal eine vergleichbare Tour begangen)
- Fortgeschrittene*r (bereits mehrere Touren dieser Art begangen)
- Expert*in (vielen Touren dieser Art begangen).
Diese Tour ist für geübte Wanderer*innen geeignet. Bei Rückfragen oder Unsicherheiten kannst du uns gerne kontaktieren.
Natürlich kannst du auch als Fortgeschrittene*r oder Expert*in an der Tour teilnehmen.
ALLE INFOS IM ÜBERBLICK
Unsere Haltung bei Aventerra e.V.
Gemeinsam erleben
Jede Person startet mit eigenen Erwartungen, Erfahrungen und persönlichen Zielen in unsere Freizeiten und Reisen. Während der gemeinsamen Zeit entsteht daraus eine Gemeinschaft auf Zeit: Wir lernen einander kennen, teilen besondere Momente und unterstützen uns bei den Herausforderungen, die uns begegnen.
Ob wir gemeinsam unterwegs sind, neue Orte erkunden oder unsere Zeit an einem festen Standort verbringen – wir gestalten unsere Freizeiten und Reisen so, dass alle die Möglichkeit haben, sich einzubringen und die gemeinsame Zeit bewusst zu erleben. Dabei stehen weder Schnelligkeit noch Leistung im Vordergrund. Uns geht es darum, Neues auszuprobieren, die Umgebung wahrzunehmen, eigene Möglichkeiten zu entdecken und gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen.
Bei Freizeiten und Reisen mit Tourencharakter ist uns besonders wichtig, dass wir gemeinsam starten und gemeinsam ankommen. Wir richten unser Tempo so aus, dass alle sicher teilnehmen und die Erlebnisse bewusst wahrnehmen können. Unsere Touren sind keine Sportveranstaltungen.
Wir bemühen uns, die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Teilnehmenden im Blick zu behalten. Nicht immer wird sich jeder Wunsch gleichermaßen erfüllen lassen. Umso wichtiger ist es, miteinander im Gespräch zu bleiben und Lösungen zu finden, die sowohl der einzelnen Person als auch dem gemeinsamen Erlebnis gerecht werden.
Gemeinschaft erleben
Wer an unseren Freizeiten und Reisen teilnimmt, begegnet Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Interessen und Perspektiven. Gerade daraus können wertvolle Gespräche, neue Verbindungen und unerwartete gemeinsame Erlebnisse entstehen. Jede Person darf sich mit ihren Fähigkeiten, Ideen und ihrer Persönlichkeit einbringen – und zugleich die Erfahrung machen, Unterstützung anzunehmen.
Gemeinschaft entsteht bei gemeinsamen Aktivitäten und Unternehmungen ebenso wie in den vielen kleinen Momenten des Alltags: bei Gesprächen, beim Essen, beim gemeinsamen Vorbereiten oder beim Ausruhen nach einem erlebnisreichen Tag. Wir nehmen uns immer wieder Zeit, innezuhalten und auf unser Miteinander zu schauen: Was brauche ich, um mich wohl und sicher zu fühlen? Was hilft uns, Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen? Was kann ich selbst zu einer guten Atmosphäre beitragen?
So kann eine Gemeinschaft entstehen, in der sich Menschen gesehen und angenommen fühlen. Vielleicht bleiben daraus Erinnerungen, neue Sichtweisen oder sogar Kontakte, die über die gemeinsame Zeit hinausreichen.
Sich selbst entwickeln
Neue Erfahrungen zu machen eröffnet Perspektiven – auf die Welt, auf andere Menschen und auf sich selbst. Ungewohnte Situationen und gemeinsame Aktivitäten laden dazu ein, eigene Stärken zu entdecken, Neues auszuprobieren und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.
Dabei geht es nicht darum, persönliche Grenzen um jeden Preis zu überwinden. Ebenso wertvoll ist es, die eigenen Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen, sie auszudrücken und einen guten Umgang mit ihnen zu finden. Entwicklung kann bedeuten, mutig einen neuen Schritt zu wagen, sich auf etwas Unbekanntes einzulassen oder Verantwortung zu übernehmen. Sie kann aber auch darin liegen, sich Unterstützung zu holen, eine Pause einzulegen oder eine Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Wir wünschen uns, dass jede Person etwas Eigenes aus der gemeinsamen Zeit mitnimmt: eine besondere Erfahrung, mehr Zutrauen in sich selbst, eine neue Begegnung oder einen Gedanken, der auch im Alltag weiterwirkt.
Verantwortung übernehmen
Eine gelingende Freizeit oder Reise lebt davon, dass sich alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten beteiligen. Deshalb übernimmt jede Person Verantwortung für das eigene Handeln und zugleich einen angemessenen Anteil am gemeinsamen Erleben. Das kann bedeuten, bei der Planung einer Aktivität mitzuwirken, eine Aufgabe für die Gruppe zu übernehmen, bei alltäglichen Abläufen zu helfen oder andere zu unterstützen.
Je nach Art der Freizeit gehört dazu auch ein achtsamer Umgang mit Tieren, der Natur, den gemeinsam genutzten Räumen und den bereitgestellten Materialien. Die konkreten Aufgaben und Verantwortlichkeiten richten sich nach dem Alter der Teilnehmenden, ihren Fähigkeiten und den jeweiligen Gegebenheiten.
Zur Verantwortung gehört auch, auf sich selbst zu achten, eigene Bedürfnisse rechtzeitig mitzuteilen und persönliche Grenzen ernst zu nehmen. Gleichzeitig braucht Gemeinschaft die Bereitschaft, einander zuzuhören, unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen und manchmal einen Kompromiss zu finden.
So wird jede Person zu einem wichtigen Teil der gemeinsamen Zeit: Das eigene Verhalten beeinflusst nicht nur das persönliche Erleben, sondern auch die Atmosphäre und die Möglichkeiten der Menschen, mit denen wir unsere Freizeit verbringen.
Wir nehmen Rücksicht
Während unserer Freizeiten und Reisen erleben wir besondere Orte, unterschiedliche Lebensräume und die Menschen, die dort leben und arbeiten. Je nach Angebot begegnen wir auch Tieren, die unsere Aufmerksamkeit und einen respektvollen Umgang brauchen. Wer achtsam mit seiner Umgebung umgeht, trägt dazu bei, Natur und Lebensräume zu schützen und die gemeinsame Zeit für alle Beteiligten angenehm zu gestalten.
Unser Handeln orientiert sich an den sieben Prinzipien von Leave No Trace: Wir planen vorausschauend, nutzen möglichst befestigte Wege, entsorgen Abfälle verantwortungsvoll, lassen Natur- und Kulturgegenstände an ihrem Platz, gehen achtsam mit Feuer um, respektieren Wildtiere und nehmen Rücksicht auf andere Menschen.
Auch kleine Entscheidungen machen dabei einen Unterschied. Gemeinsam tragen wir dazu bei, Natur und Lebensräume zu bewahren, Begegnungen respektvoll zu gestalten und die von uns besuchten Orte auch für kommende Gäste und Generationen zu erhalten.
Qualität, Notfallmanagement & Betreuung
Qualifizierte und gut vorbereitete Trainer*innen: Aventerra ist Mitglied im Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik (be) und nach dessen Qualitätsstandards zertifiziert. Alle Trainer*innen weisen vor ihrem Einsatz eine aktuelle Erste-Hilfe-Ausbildung, ein erweitertes Führungszeugnis sowie eine Kinderschutzschulung nach. Diese Qualifikationen und Schulungen werden regelmäßig, spätestens alle zwei Jahre, aufgefrischt.
Darüber hinaus nehmen unsere Trainer*innen im Vorfeld jeder Saison an festgelegten Vorbereitungswochenenden teil. Dabei werden sie auf ihre Aufgaben, die Abläufe und die besonderen Anforderungen der Freizeiten vorbereitet. Unsere Teams stellen wir so zusammen, dass alle erforderlichen pädagogischen Voraussetzungen und fachsportlichen Qualifikationen abgedeckt sind. Unsere Teamleitungen sind mindestens 21 Jahre alt.
Engmaschige Betreuung: Auf sieben Teilnehmende kommt eine pädagogische Fachkraft (Betreuungsschlüssel 1:7). So stellen wir sicher, dass alle Teilnehmenden gut begleitet werden. Gleichzeitig können wir auch in unvorhergesehenen Situationen oder Notfällen schnell und angemessen reagieren.
Für den Ernstfall vorbereitet: Sollte eine Situation eintreten, die vor Ort zusätzliche Unterstützung erfordert, steht unseren Trainer*innen rund um die Uhr ein Notfalltelefon zur Verfügung. Das Aventerra-Büro ist in Notfall- und Krisensituationen jederzeit erreichbar und unterstützt das Team vor Ort. Die Zuständigkeiten und Abläufe für solche Fälle sind bereits im Vorfeld klar geregelt, sodass alle Beteiligten wissen, was zu tun ist.
Tagesetappen
Gehzeiten: ungefähre Angaben - je nach Fitness und Wetter können die Gehzeiten auch variieren. Die Gehzeiten auf der Tour sind ohne Pausen angegeben.
- Tag 1: Anreise nach Rothenburg ob der Tauber. Wir kommen in Ruhe an und stimmen uns auf die gemeinsame Wanderreise ein.
- Tag 2: Rothenburg ob der Tauber – Schrozberg
(ca. 18 km, 130 Höhenmeter Aufstieg und 110 Höhenmeter Abstieg) - Tag 3: Schrozberg – Langenburg
(ca. 19 km, 130 Höhenmeter Aufstieg und 150 Höhenmeter Abstieg) - Tag 4: Langenburg – Schwäbisch Hall
(ca. 22 km, 370 Höhenmeter Aufstieg und 500 Höhenmeter Abstieg) - Tag 5: Schwäbisch Hall – Wolfenbrück
(ca. 22 km, 450 Höhenmeter Aufstieg und 250 Höhenmeter Abstieg) - Tag 6: Wolfenbrück – Allmersbach im Tal
(ca. 28 km, 500 Höhenmeter Aufstieg und 700 Höhenmeter Abstieg) - Tag 7: Allmersbach im Tal – Strümpfelbach
(ca. 22 km, 450 Höhenmeter Aufstieg und 500 Höhenmeter Abstieg) - Tag 8: Strümpfelbach – Frickenhausen
(ca. 27 km, 550 Höhenmeter Aufstieg und 500 Höhenmeter Abstieg) - Tag 9: Frickenhausen – Tübingen. Wir erreichen unser gemeinsames Ziel und schließen unsere Pilgerreise ab, gemeinsamer Abend in Tübingen.
(ca. 37 km, 700 Höhenmeter Aufstieg und 750 Höhenmeter Abstieg) - Tag 10: Abreise
Voraussetzungen
Kondition:
K3: bis 10 Std Gesamtgehzeit: Ausdauer für Tagestouren bis max. knapp 40 km mit 700 HM Aufstieg. Etappen von rund 20 bis 28 Kilometern gehören regelmäßig zur Tour.
Technik:
T1: Leichter Talweg: Weg gut gebahnt. Falls vorhanden, sind exponierte Stellen sehr gut gesichert. Absturzgefahr kann bei normalem Verhalten weitgehend ausgeschlossen werden. Geeignetes Schuhwerk sind Schuhe der Kategorie A.
Herausforderung:
H3 Täglich wechselnde Unterkünfte. Mehr als 7 Tage Wandertage am Stück unterwegs. Kein Pausentag eingeplant. Es wird ein Tourenrucksack mit ca. 35 – 40l benötigt, in welchem die gesamte Kleidung und Ausrüstung untergebracht werden müssen. Zusätzlich muss die Marschverpflegung mit eingepackt werden. Ein Abbruch / Abstieg der Tour ist relativ einfach möglich.
Grundsätzlich:
Der Routenverlauf birgt für die Teilnehmenden objektive Gefahren, welche hauptsächlich durch natürliche Faktoren, wie z. B. Wetter, Wind, Gewitter, Blitzschlag, Nebel, Temperatur beeinflusst werden. Ungünstige objektive Bedingungen, sowie subjektive Gefahren, wie z.B. mangelnde Erfahrung (Selbstüberschätzung, Leichtsinn, Unkenntnis), Ausrüstungsmängel, mangelnde Vorbereitung, können zu einer Erhöhung des Gefahrenpotentials führen und eine Änderung der Routenführung, oder den Abbruch der Tour notwendig machen.
Technisch ist die Reise wenig schwierig. Eine Fernwanderung über viele Tage ist trotzdem keine leichte Reise.
Du solltest eine gute Grundkondition mitbringen und dich darauf einstellen, dein Gepäck täglich selbst zu tragen.
Eine vorherige mehrtägige Fernwanderung ist hilfreich, aber nicht zwingend Voraussetzung. Wichtiger sind eine realistische Selbsteinschätzung, körperliche Vorbereitung und die Bereitschaft, sich auf die Gruppe und längere Tage einzulassen.
An- & Abreise
Treffpunkt Start: Jugendherberge Rothenburg ob der Tauber um 16:00 Uhr: Mühlacker 1, 91541 Rothenburg ob der Tauber.
Treffpunkt Ende: Jugendherberge Tübingen um 09:00 Uhr: Hermann-Kurz-Straße 4, 72074 Tübingen
Ausrüstung
Ziel ist ein möglichst leichter Rucksack. Geplant sind etwa 7–8 kg persönliches Gepäck, am besten mit Wasser und Tagesverpflegung. Aufgrund der Tour ist es sehr einfach möglich, immer wieder Wasser aufzufüllen.
- Rucksack
- ca. 35 bis maximal 40 Liter fassend - nicht schwerer als 10 kg + Regenhülle
- Eingelaufene Wanderschuhe (knöchelhoch)
- Schlafsack (für das Schlafen in geschlossenen Räumlichkeiten)
- Isomatte (für das Schlafen in geschlossenen Räumlichkeiten)
- Lange Trekkinghose
- Möglichst mit Zipper um sie auch als kurze Hose zu verwenden
- Funktionssocken, Funktionswäsche, Shirts
- Fleecejacke oder Windstopperjacke
- Regenschutz + Hose (essenziell wichtig)
- Trinkflasche (mind. 2 Liter)
- Kleines Messer und Göffel für Marschverpflegung
- Ausweis und Krankenversicherungskarte (oder Versicherungsnachweis)
- Waschzeug und kleines Trekkinghandtuch
- Hand-/Reisewaschmittel, um Kleidung unterwegs zu waschen
- Taschen- oder Stirnlampe
- Sonnenschutz (Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme)
- Ohropax
- Optional: Wanderstöcke, wenn Umgang geübt
- Persönliche Reiseapotheke
- Persönliche Notfallmedikamente
- Persönliche Salben, Sprays und Cremes
- Kleines Erste Hilfe-Set (Pflaster, 1 Kompresse, 1 Mullbinde, Dreieckstuch, Rettungsdecke)
- Bargeld für Verpflegung
- Badesachen
- Wenn das Wetter mitspielt können wir uns vielleicht auch mal in einem See abkühlen
Zusätzlich gibt es etwas gemeinschaftliches Material wie Erste-Hilfe-Ausrüstung, Kartenmaterial, Kompass und Planzeiger. Dieses leichte Gruppengepäck wird auf die Gruppe verteilt.
Unterkunft
Wir übernachten entlang des Weges in unterschiedlichen, überwiegend einfachen Unterkünften. Dazu gehören Pilgerherbergen, Pfarrhäuser, Jugendherbergen und andere für Pilgernde bereitgestellte Übernachtungsmöglichkeiten.
Der Komfort kann sich dabei von Nacht zu Nacht unterscheiden. Gerade das gehört zum Charakter eines Pilgerwegs: Wir ziehen weiter und schlafen dort, wo uns der Weg am Abend hinführt.
Je nach Unterkunft können Mehrbettzimmer, einfache Schlafräume oder vergleichbare Gemeinschaftsunterkünfte dazugehören.
Bei einzelnen Unterkünften ist eine Isomatte und ein Schlafsack nötig. Wir schlafen aber immer drinnen.
Rücksicht und Respekt in unseren Unterkünften
Bei unseren Freizeiten und Reisen sind wir an unterschiedlichen Orten zu Gast. Ein respektvoller und rücksichtsvoller Umgang miteinander sowie mit den Menschen, die diese Orte betreiben und erhalten, ist daher ein wichtiger Teil unserer gemeinsamen Reise.
Wir möchten, dass diese Unterkünfte auch in Zukunft für unsere Gruppen und viele andere Reisende zur Verfügung stehen und wir überall gern gesehene Gäste sind. Deshalb ist die Voraussetzung für die Teilnahme an unseren Angeboten, die jeweiligen Haus- und Platzregeln zu beachten, Rücksicht auf andere Gäste zu nehmen und gemeinsam genutzte Bereiche ordentlich zu hinterlassen.
Verpflegung
Die Marschverpflegung für den jeweiligen Wandertag bringt jede*r selbst mit bzw. kauft sie unterwegs nach. Dafür gibt es auf unserer Route immer wieder Einkaufsmöglichkeiten.
Frühstück halten wir bewusst unkompliziert. Je nach Unterkunft wird es dort angeboten oder von uns gemeinsam organisiert.
Am Abend werden wir entweder in unserer Unterkunft verpflegt oder kaufen gemeinsam ein und kochen zusammen. Wo wir selbst kochen, gehört auch die Planung des Essens zum gemeinsamen Unterwegssein: Was essen wir, was brauchen wir dafür und wer übernimmt was?
Im Folgenden kannst Du entnehmen, an welchen Tagen welche Verpflegung geplant ist. An Tagen ohne Verpflegung ("in Eigenregie bzw. mit der Gruppe") plane bitte ca. 20€ / Tag für deine Verpflegung ein.
- Tag 1: Anreise: Abendessen in der Jugendherberge
- Tag 2: Rothenburg ob der Tauber – Schrozberg: Frühstück in der Jugendherberge, Marschverpflegung und Abendessen in Eigenregie bzw. mit der Gruppe
- Tag 3: Schrozberg – Langenburg: Verpflegung in Eigenregie bzw. mit der Gruppe
- Tag 4: Langenburg – Schwäbisch Hall: Frühstück und Marschverpflegung in Eigenregie bzw. mit der Gruppe, Abendessen in der Jugendherberge
- Tag 5: Schwäbisch Hall – Wolfenbrück: Frühstück in der Jugendherberge, Marschverpflegung und Abendessen in Eigenregie bzw. mit der Gruppe
- Tag 6: Wolfenbrück – Allmersbach im Tal: Verpflegung in Eigenregie bzw. mit der Gruppe
- Tag 7: Allmersbach im Tal – Strümpfelbach: Verpflegung in Eigenregie bzw. mit der Gruppe
- Tag 8: Strümpfelbach – Frickenhausen: Verpflegung in Eigenregie bzw. mit der Gruppe
- Tag 9: Frickenhausen – Tübingen. Frühstück und Marschverpflegung in Eigenregie bzw. mit der Gruppe, Abendessen in der Jugendherberge
- Tag 10: Abreise: Frühstück in der Jugendherberge
Online Vortreffen
Vor der Reise bieten wir einen Onlinetermin an, bei dem sich das Team vorstellt, sich die Teilnehmenden kennenlernen, offene Fragen geklärt und Mitfahrgelegenheiten organisiert werden können.
Den Teilnahmelink versenden wir einige Wochen vor dem Termin.
Die Termine sind werden bis spätestens Ende Dezember hier online gestellt.
Sicherheit
Unsere Trainer*innen haben die Verantwortung, dass du nicht zu Schaden kommst oder Dritte schädigst.
Die Trainer*innen übernehmen folgende Aufgaben, um dies zu gewährleisten:
- Sie weisen dich auf die Gefahrenquellen hin.
- Sie überwachen, dass du Gefahren vermeidest und die Regeln einhältst.
- Sie greifen bei Regelverstößen und Gefahrensituationen ein.
Darüber hinaus gilt für all unsere Aktivitäten unabhängig eures Alters:
- Keine Teilnahme unter Alkohol- oder Drogeneinfluss – jeder Verdacht führt zum sofortigen Ausschluss
- Keine Waffen und keine Gewalt
Alkoholkonsum bei Ü18 Touren
Unsere Ü18-Touren richten sich an erwachsene Teilnehmer*innen. Wir können daher nicht vorschreiben, ob und in welchem Umfang Alkohol konsumiert wird. Dennoch möchten wir Euch ausdrücklich dazu einladen, während der Reise auf Alkohol zu verzichten und appellieren an die Eigenverantwortung aller Teilnehmenden.
Gerade auf unseren Touren stehen gemeinsame Aktivitäten, Bewegung und das sichere Erleben der Reise im Mittelpunkt. Alkoholkonsum kann die körperliche Leistungsfähigkeit, das Reaktionsvermögen und die Wahrnehmung beeinträchtigen. Zudem kann Alkohol die Regeneration und Schlafqualität beeinflussen. Eine gute Regeneration ist insbesondere bei Berg- und Trekkingtouren wichtig, da die körperliche Belastung an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen hoch sein kann.
Unabhängig vom individuellen Konsum gilt: Die begleitenden Trainer*innen tragen während der Reise Verantwortung für die Gruppe und müssen im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht einschätzen, ob ihr in der Lage sind, an den vorgesehenen Aktivitäten teilzunehmen bzw. die Reise sicher fortzuführen. Sollte der Eindruck entstehen, dass eine Person aufgrund von Alkoholkonsum oder aus anderen Gründen nicht ausreichend dazu in der Lage ist, können die Trainer*innen entsprechende Maßnahmen treffen und die weitere Teilnahme von einer sicheren Teilnahmefähigkeit abhängig machen.
Wir wünschen uns daher einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol und bitten alle Teilnehmenden, die Auswirkungen des eigenen Konsums auf sich selbst und die Gruppe zu berücksichtigen.
Handynutzung
Wir verstehen, wie wichtig der Kontakt zu Freund*innen und Familie ist, die nicht an der Reise teilnehmen. Jedoch möchten wir, dass du dich während der Reise voll und ganz auf das Erlebnis und die Gruppe konzentrieren kannst. Wir bekommen oft das Feedback, dass es unseren Teilnehmenden sehr gutgetan hat, dass das Handy mal keine große Rolle gespielt hat.
Vor allem im alpinen Raum möchten wir eure Sicherheit und die der Gruppe gewährleisten. Entsprechend wollen wir die potentiellen Ablenkungen minimieren, um Unfälle zu vermeiden. In den Bergen solltest du dich vollkommen auf die Strecke und die Schönheit der Natur konzentrieren können.
Daher bitten wir dich, dein Handy und andere Kommunikationsgeräte während der Reise zu Hause zu lassen. Solltest du das Handy für die An- und Abreise benötigen, sollte es auf der Reise selber dann aber ausgeschaltet und im Rucksack verstaut werden.
Natürlich werden unserer Trainer*innen Fotos von der Tour machen, die wir dir im Nachgang zur Verfügung stellen.
Die Kommunikation während der Reise geschieht über die Ansprechpersonen im Büro, sodass sich die Trainer*innen auf die Durchführung der Reise konzentrieren können.
Mindestteilnehmendenanzahl
Die Durchführung dieses Angebots erfolgt vorbehaltlich des Erreichens einer Mindestteilnehmendenzahl von 8 Personen bis spätestens vier Wochen vor Reisebeginn; nähere Details hierzu finden Sie in unseren AGBs. Für Auskünfte zum aktuellen Stand der Anmeldungen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Versicherungsschutz
Wir empfehlen jedem/jeder Teilnehmenden einen entsprechenden Versicherungsschutz. Dieser sollte jede Möglichkeit eines Reiserücktritts beinhalten und den aktuellen Bedingungen angepasst sein. Des Weiteren empfehlen wir eine Reiseabbruchversicherung, denn es kann bei jeder Unternehmung vorkommen, dass aus persönlichen Gründen die Reise nicht fortgesetzt werden kann.
Bei der Buchung könnt Ihr direkt eine Versicherung bei unserem Partner Hanse Merkur abschließen. Personen ab 25 Jahre kontaktieren uns bitte separat für den Abschluss einer Versicherung, da diese noch nicht im Buchungsprozess auswählbar ist.
Mehr Informationen zu deinem passenden Versicherungsschutz findest du hier.
ÜBRIGENS
Mit uns können junge Erwachsene auch in den Bergen unterwegs sein.
Für Einsteiger*innen im alpinen Raum, bieten wir die folgenden Touren an:
Du hast im alpinen Raum schon Erfahrungen gesammelt und suchst nach einer herausfordernden Tour? Dann schau dir doch mal unsere anderen Touren an: